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Demode – fast jeder Depeche Mode-Fan in der Schweiz kennt ihre Partys. Am 4. Dezember geht im Abart-Club ihre letzte Party in der Limmatstadt über die Bühne. Wir wollten von Demode-Gründer Dani wissen, warum dies so ist und wie es mit ihnen weitergeht.

 

 

Interview

dm.ch: Zwischen 2003 und Ende 2009 habt ihr im Abart 13(!) Depeche Mode-Partys organisiert. Ich habe es dank einer eindrücklichen Flyerliste auf eurer Homepage www.demode.ch nachgezählt. 13 Partys – und nun lesen wir auf der gleichen Seite, dass die 14. Party im Abart die letzte sein wird. Ihr wollt doch nicht etwa aufhören?

 

Dani/demode: Nein, aufhören wollen wir natürlich nicht. Haben wir doch in der Zwischenzeit einen beachtlichen Bekanntheitsgrad in der Schweiz und auch im näheren Ausland erreicht und konnten tolle Freundschaften schliessen. Dennoch mussten wir uns jetzt - nach etwas mehr als 7 Jahren - auch fragen: „Quo vadis demode?“

 

dm.ch: Das ist schon mal eine gute Nachricht! Nun, seit sieben Jahren organisiert ihr in der halben Deutschschweiz DM-Partys, darunter auch einige unvergessliche Partys im geschichtsträchtigen Berner "Bierhübeli". Wie habt ihr damals zueinander gefunden, bzw. wie entstand damals die Idee, Depeche Mode-Partys zu veranstalten?

 

Dani/demode: Wir sind alle in Wohlen aufgewachsen. Gekannt haben sich aber nur Thomas und Marcel. Beide kannte ich nur flüchtig, wusste aber, dass sie Depeche Mode mögen. Die Gründung von demode kam damals zustande, weil das KBA in Aarau keine DM-Partys mehr organisieren wollte. So haben wir die Sache selber in die Hand genommen und damit begonnen DM-Partys zu organisieren.

demode wurde 2003 gegründet, um Interessenten und Depeche Mode Fans die Chance zu geben, bei der Umsetzung unserer Partys mitzuwirken. Dieses Konzept ist bis heute erfolgreich, sind wir zwischenzeitlich doch etwa 60 Mitglieder in unserer Organisation…

 

dm.ch: Im Gegensatz zu depechemode.ch (auch wenn dies gewisse Leute denken), seid ihr ein Verein. Wenn jeweils ein Anlass ansteht wie im Abart oder Bierhübeli braucht es von vielen Mitgliedern eine grosse Bereitschaft mit anzupacken. Wie gross ist die Anzahl Freiwilliger für eine solche Party?

 

Dani/demode: Dies hängt ganz von der Jahreszeit, der Motivation der Mitglieder sowie vom OK ab. Für eine Party von der Flyererstellung über das Dekokonzept bis hin zum Aufräumen dürften es zwischen ca. 14 Helfern (Abart) und ca. 20 Helfern (Bierhübeli) sein.

 

dm.ch: Eure jeweilige Deko ist sensationell und über die Grenzen hinaus bekannt. Ich habe bereits einige DM-Partys im nahen und fernen Ausland besucht, aber eine so tolle und aufwändige Dekoration findet man nur bei Demode in der Schweiz. In Deinem Team müssen Profis sein….?

 

Dani/demode: Damit hast Du den Nagel auf den Kopf getroffen. Wir haben innerhalb des Vereins eine Dekorateurin sowie eine Künstlerin, welche uns mit ihren Ideen und Konzepten immer wieder vor kleinere und grössere Herausforderungen stellen. Uns war von Anfang an klar, dass wir uns mit der Deko abheben möchten, denn dies ist unser Schaffensbereich. Im Vergleich zu anderen Partyveranstaltern ist unser Background nicht das Plattenlegen, uns interessiert vielmehr die Wirkung eines Raumes auf den Menschen. Deshalb auch die Liebe zum Detail und unsere immensen zeitlichen Investitionen in die Dekoration.

 

dm.ch: Nach dem Abschied im Abart beginnt eine neue Epoche. Was kommt in Zukunft in Frage? Bilden Depeche Mode weiterhin das Hauptthema oder entsteht vielleicht etwas ganz Neues?

 

Dani/demode: Depeche Mode wird immer DAS THEMA für demode bleiben. Das heisst, wir werden uns in der Hauptthematik nicht gross verändern, sondern uns eher konzeptionell und ev. strukturell neu orientieren. Ihr dürft also auch in Zukunft mit Veranstaltungen unter dem Label „demode“ rechnen.

 

dm.ch: In beinahe 8 Jahren hat man vieles erreicht, vieles erlebt und vieles bleibt offen. Was hättest Du Dir als treibende Kraft von Demode gewünscht, was möglicherweise nicht eingetreten ist?

 

Dani/demode: Hmm… gute Frage - natürlich wäre ein Gastspiel mit unserer Party in London eine feine Sache gewesen. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden…

 

dm.ch: Partys veranstalten ist in der heutigen Zeit auch immer ein Sicherheitsrisiko. In unserer Szene wimmelt es zwar nicht unbedingt von Krawallmachern. Dennoch, gab es jemals Probleme in die Richtung?

 

Dani/demode: Jein, ganz am Anfang, als wir die Partys noch von A bis Z selber durchführten, mussten wir einmal einen etwas gar aufdringlichen Gast rauswerfen… Ansonsten ist das Sicherheitskonzept Sache der jeweiligen Clubs.

 

dm.ch: "Goodnight Lovers", so nennt ihr die letzte Party im Abart. Dürfen wir uns auf etwas Spezielles freuen?

 

Dani/demode: Ja dürft Ihr, aber verraten wird noch nichts. Lasst Euch am 4.12.2010 überraschen!

 

dm.ch: Dani, wir wünschen Euch viel Erfolg für "Goodnight Lovers" und sind gespannt, was ab 2011 von euch kommt.

 

Dani/Demode: Danke, wir geben uns Mühe, Euch im Jahre 2011 mit etwas Neuem überraschen zu können.

 

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