SPEAK AND SPELL (DM-TRIBUTE BAND)

Speak and Spell, das sind drei sympathische Jungs aus Südengland, London & Manche­ster und die mittlerweile angesagteste Depeche Mode Tribute Band. Ob an der legendären Hamburger Party for the Masses oder der österreichischen DM Fanconvention: Speak and Spell war 2011 das Highlight mehrerer DM Partys. Anlässlich ihrer alljährlich stattfindenden und sehr gut besuchten Party im Zürcher Oberland stellen Euch People Are People (www.peoplearepeople.ch) in Zusammenarbeit mit dm.ch die Band am 18. Februar 2012 live im Rampe Club, Bubikon vor. Wir sind sicher, dass die Jungs aus England den Club zum Kochen bringen werden.

 

depechemode.ch hat Keyboarder und Programmierer Keith Trigwell im Vorfeld des Wiener Konzerts zu einem kurzen Interview getroffen.

 

Interview

dm.ch: Keith, einfache Frage: wie wird man eine Depeche Mode Tribute Band?

 

Keith: Durch die Liebe zur Band, dem Spielen der Songs und dass Depeche Mode einen die letzten 30 Jahre hindurch geprägt hat. Entscheidend war vor allem das Verständnis, dass Depeche Mode eine Band ist, die in kein Schema passt; es ist ein besonderes Gefühl, ein tieferer Sinn der Musik. Die Fans wissen, was ich meine, und möchten es nachfühlen.

 

dm.ch: Viele Fans sammeln sehr viele Platten ihrer Lieblingsband oder besuchen viele Konzerte; ihr vertieft euch in die Musik eurer Helden und spielt sie gekonnt live vor. Kommt dabei nicht der Wunsch auf, eigene Songs aufzunehmen und live vorzutragen?

 

Keith: Ja, ich schreibe seit Jahren eigene Songs und war schon selber in einigen anderen Bands. Zurzeit bin ich mit einem Kumpel an einem anderen Projekt beteiligt und hoffe, dass dieses Vorhaben im Verlauf dieses Jahres „erwachsen“ wird . Aber es bedeutet einen Haufen Arbeit und wir haben eben erst begonnen.

 

dm.ch: Habt ihr vor der Bandgründung von Speak and Spell in anderen Bands gespielt?

 

Keith: Ja, ich war in den 80ern bei The Bastard Boys und später Indigenous dabei. Ich war, im übertragenen Sinn, bereits bei einigen Dance Acts dabei.

 

dm.ch: Als ich euch habe spielen sehen war ich sehr überrascht von euren musikalischen Künsten bzw. eurer Bühnenpräsenz. Sänger Paul wirkt äusserlich natürlich fast wie Dave Gahan. Aber auch eure Songs, darunter meist viele, welche Depeche Mode (leider) nicht mehr spielen, wirken fast wie das Original. Wie lange braucht ihr, um einen Song bühnenreif zu bekommen?

 

Keith: Eine Ewigkeit. Wir haben viele der gleichen Sampler/Synthesizer (Emulators, Ti’s etc.) wie DM und beherrschen diese, was von Vorteil ist. Auf diese Weise können wir die Sounds wirkungsvoll wiederherstellen, ohne zu sampeln. Zudem besitzen wir dieselben Sound-Bibliotheken, die DM für Live-Auftritte abrufen und beherrschen diese zum Glück. Und Depeche Mode haben in ihren Anfängen alle möglichen Melodien live verwendet, ob sie dazu tauglich oder nicht, und wir emulieren oft die ungewöhnlichen Ausschnitte aus live-Versionen. "Unser" Somebody z.B. ist zeitweise eine Mischung aus der 84er, 88er und 2000er live-Version, indem wir das Emulator 2 Klavier verwenden. Heutzutage ist DMs live-Setup sehr durchdacht und ich vermute, sie müssen sich nicht mit etwas abfinden, was sie nicht wollen.

 

dm.ch: Ihr habt mir erzählt, dass ihr in verschiedenen englischen Städten wohnt. Die Distanz macht es wahrscheinlich nicht einfach, nach Feierabend mal eben Fly On The Windscreen oder Told You So einzuüben, zumal ihr daneben ja noch 100% Jobs habt?

 

Keith: Nun, nicht ganz. Das Proben ist natürlich heikel … aber jeder von uns kennt seinen Teil und daher gibt es keinen Grund, nicht daheim am Keyboard üben. Aber es ist nicht dasselbe und wenn alle drei zusammen üben, kommt immer etwas Neues dabei heraus.

 

dm.ch: Im Februar 2012 kommt ihr in die Schweiz und seid bei uns anlässlich einer Depeche Mode Party live zu sehen. Wie viele Konzerte plant ihr für das kommende Jahr 2012?

 

Keith: Ich bin jetzt nicht sicher. Wir werden dieses Jahr in Norwegen und dann wieder in Basildon spielen (plus natürlich in der Schweiz). Auftritte in Nordeuropa sind im Gespräch, aber ich kann dazu eigentlich nicht viel sagen.

 

dm.ch: Gibt es einen DM Song, den ihr niemals bzw. einen, den ihr unbedingt einmal live vortragen würdet?

 

Keith: Ihr könnt jeden von uns fragen und würdet vier verschiedene Antworten bekommen, obwohl vermutlich Meaning of Love und See You am wenigsten infrage kommen. Ich persönlich würde gerne One Caress, Home und die 93er-Version von Everything Counts ins Repertoire aufnehmen, aber bin sicher, dass diese drei in nächster Zukunft eher schlechte Karten haben. Es gibt Stücke, die wir gerne hineinnehmen würden und ich kenne zwei weitere Stücke, die in Vorbereitung sind, aber ich darf nicht sagen, welche. Kürzlich haben wir Somebody, Shout und Walking In My Shoes für die Gigs in Brighton und O2 Islington (London) in die Setlist genommen.

 

dm.ch: Joe, Keith und Paul: Wir freuen uns, euch am 18. Februar 2012 im Rampe Club wiederzusehen und bedanken uns für dieses kurze Interview.

 

Keith: Kein Problem. Wir freuen uns auch sehr auf diesen Auftritt.

 

 

 

Interview by tommy

 

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Speak And Spell: v.l. Interviewgast Keith, Sänger Paul, Stu (Anm. der Redaktion: hat die vor Band kurzem verlassen) und Joe
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