Dave Gahan - Live Monster [Basel]

05. Juni 2003 - Basel AVO Session

Setlist | Konzertberichte

Setlist

Dirty Sticky Floors
Hidden Houses
Black And Blue Again
A Question Of Time
Bitter Apple
A Little Piece
Useless
I Need You
Walking In My Shoes
Bottle Living
Personal Jesus
Goodbye
Hold On
I Feel You
Never Let Me Down Again
Dream On
Policy Of Truth
Enjoy The Silence (inkl. Just Can't Get Enough)

Fan Berichte

Hin- und herüberlegt habe ich mir, ob ich wohl doch noch Tickets für Dave Gahan kaufen soll oder nicht. Schlussendlich konnte ich mich doch dazu durchringen (nicht zuletzt wurde ich angesteckt am Forumstreff vom 18.10. im Zürcher „Niiderdorf“) Tickets zu besorgen. Ich entschied mich für Stehplätze, da ich kein Fan von Sitzkonzerten bin. Je näher der Event rückte, desto mehr freute ich mich darauf. Vor der avo session angekommen staunten wir nicht schlecht, wie gesittet sich die Basler und ausserkantonalen Fans in Reih- und Glied stellten. Beinahe british like. Die Räumlichkeiten machten auf mich im ersten Moment nicht gerade den Eindruck, als könnte man hier Party feiern. Nach dem Taschen- und Körpercheck am Eingang (nein, ich will Dave Gahan weder erstechen noch ihn mit einer Flasche erschlagen oder mit Pfefferspray einnebeln...(nach einer Kamera hat ja niemand gefragt)) ging es gemächlich weiter. Keine Hektik wie im Hallenstadion Zürich, kein Getrampel und Geschupse, sondern genau so, wie man sich das wünscht, wenn man ein Konzert besucht. Core 22 fand ich musikalisch sehr unpassend zu einem Dave Gahan Konzert. Dementsprechend waren auch die Reaktionen der Gahan Fans. Einige wenige Core 22 Fans konnte ich in der Menge dennoch ausmachen. Obwohl ich auch einige gute Lieder der Schweizer in Erinnerung hatte, wollten sie mir an diesem Abend einfach nicht so recht gefallen und ich war froh, als die Show endlich vorbei war und es zum Hauptact überging. Bevor wir uns jedoch an Dave ergötzen konnten, kam noch eine Ansage von einem Kasper im Sinne von „tri tra tra la la Chindä sind ihr alli da?“. Das ganze Geplapper empfand ich als ziemlich unnötig. In der Zwischenzeit hatte sich die kleine Halle mehr und mehr gefüllt und irgendwie sind wir, obwohl wir stehen geblieben sind, Reihe um Reihe zurückgerutscht. Nicht zuletzt nervte das, weil genau in der Luftlinie von meinem Augenpaar zu Dave’s Mikro eine Latte auftauchte. Natürlich habe ich nichts gegen grosse Leute, nur war seine Position sehr ungünstig gewählt und ich habe mir gewünscht, ich wäre eine Tussi mit 5 cm Absätzen. Die ersten Klänge von „Dirty Sticky Floors“ erfüllten die Halle und da war er wieder, der Zauber, den ich nur von Depeche Mode Konzerten kannte. Ich muss ehrlich zugeben, dass ich vom ersten Teil des Konzertes nicht ganz so viel mitbekommen habe, da ich den Film in meiner Kamera füttern musste, dennoch, durch mein Teleobjektiv vergrössert, sah ich hin- und wieder einen mehr oder weniger scharfen Dave. Ob ich froh war, dass der Film sich gefüllt hat oder nicht, sei dahingestellt. Die Stimmung war einfach gigantisch. Ich kann mir das nur so erklären, dass ich keinerlei Erwartungen an das Konzert bzw. an Dave gehabt habe. Bei „A question of time“ habe ich mich sogar dabei ertappt, dass ich weder Martin noch Fletch auf der Bühne vermisst habe. Dave rockte was das Zeug hielt und auch der Band schien es eine Menge Spass zu machen, Dave’s wie auch die Songs von Depeche Mode zu spielen. Nicht einmal der Typ hinter mir, der mir ständig ins Ohr kreischte, konnte meine Stimmung in die Knie zwingen. Hüpfend, klatschend und singend genoss ich jede Minute des Konzertes. Die Schweizer Fans gaben alles. Selten zuvor hatte ich an einem Konzert in der Schweiz erlebt, dass die Stimmung so grossartig war. Und wie es halt so ist, irgendwann ist auch ein so grossartiges Konzert zu Ende. Das Klatschen und der traditionelle „oooooooooh“-Ruf mit Händeschütteln bis zum Abfallen hatte Erfolg und Dave inkl. Band erschien gleich zwei mal und gab Zugaben zum Besten. Normalerweise hasse ich das Rein- und Raus. Entweder die Künstler bleiben und spielen, oder sie hauen ab und bleiben Draussen. Zum Glück blieb Dave nicht Draussen und sang noch die Depeche Mode Klassiker: „I Feel you“, „Never let me down again“, „Policy of truth“ und „Enjoy the Silence“... Und so konnte auch Silence zufrieden und glücklich nach Hause fahren und eine eventuell lange Zeit überbrücken, bis endlich Depeche Mode wieder auf Tour gehen werden...Silence80


Nach einem für mich absolut gelungenen Konzert im Zürcher Volkshaus im Juni dieses Jahres war ich eigentlich ziemlich sicher dass ich bei einem allfälligen weiteren Konzert von Dave Gahan&Band dieses nicht mehr besuchen würde. Denn : Paper Monsters in Ehren, aber Depeche Mode steht für mich halt immer noch ganz weit oben im Kurs.Dennoch kam es so wie ich es mir eigentlich hätte denken können, kurz nach dem Verkaufsstart des Basler-Gigs konnte ich einfach nicht anders und besorgte mir trotzdem ein Ticket für satte 100-, angesichts des Showumfangs eigentlich eine Frechheit, aber da kann der gute Dave ja nicht viel dafür... Die Angst irgendwas zu verpassen war einfach zu gross und der Preis dennoch zu klein um mich umzustimmen!Und dass ich was verpasst hätte zeigte sich schnell... denn Dave war in Höchstform und begeisterte die Menge in der Halle wie nicht anders erwartet.Der Startschuss erfolgte um 21.15h mit „Dirty Sticky Floors“ das, wie ich meine, der bessere Anfang als noch im Juni „Hidden Houses“war. So kam auch gleich eine gute Stimung auf die ihren vorläufigen Höhepunkt beim ersten DM-Evergreen hatte, „A Question of Time“ dröhnte durch die Halle und begeisterte auch die Leute in den hintersten Rängen.Bei einem Depeche Mode-Konzert würde ich es nicht wagen meinen Platz während des Konzertes zu verlassen, aber schon bei „Bitter Apple“ ertappte ich mich dabei wie ich auf die Toilette lief um mich zu erleichtern und staunte nicht schlecht als ich dort eine kleine Rush-Hour erlebte... Ich war wohl nicht der einzige mit dieser Idee und das zeigte mir erneut dass es hier halt „nur“ ein Gahan-Gig war und eben nicht Depeche Mode. Die Magie von Depeche Mode würde jegliches Anzeichen von „Erleichterungsbedürfnissen“ eines jeden im Keime ersticken....Gerade rechtzeitig zu „Useless“ stand ich wieder an meinem angestammten Platz auf dem Balkon und konnte diese vor allem gesanglich leicht abgeänderte Version in vollen Zügen geniessen. Für mich der einzige DM-Song auf der PaperMonsters-Tour der das original fast noch übertrifft!Die weiteren Songs kamen beim Publikum gut an, Dave schien sich aber weit mehr anstrengen zu müssen die ganze Menge zu begeistern als vielleicht anderswo. Trotzdem gelang es ihm ganz gut so dass am Ende bei den letzten Zugaben wirklich alles auf den Beinen war, sogar die ganz hartgesottenen Bequemstuhlsitzer auf dem Balkon konnten sich der Magie von „Never Let Me Down“ nicht entziehen. Den finalen Höhepunkt erreichte das Konzert aber definitiv beim Zwischenteil von „Enjoy The Silence“ als die ersten Töne von „Just Can’t Get Enough“ durchsickerten... da schien es kein halten mehr zu geben und wirklich alle hüpften wie wild auf und ab!! Einfach genial!Zum Schluss das obligatorische „See you next Time” von Dave und schon wars wieder mal soweit : Zufriedene Mienen und das hoffen auf ein Wiedersehen mit Dave stand in den Gesichtern der Konzertbesucher, inklusive in meinem!

Martin Steiner


Nun war es also wieder so weit. Fast auf den Tag genau 19 Jahre nach seinem letzten Gastspiel anlässlich der Some Great Reward Tour mit Depeche Mode ist Dave, diesmal Solo, zu Gast am Rheinknie. Als Hardcorefan und endlich mal wieder fast vor der eigenen Haustüre, ist das Konzert natürlich ein Muss und so wird vor dem Gig gegenüber in der Basler Ueli Stube mit Freunden manches Bier ( gar eins zuviel..) getrunken um die Stimmung ein wenig aufzulockern... Nach der eher mässigen Vorstellung von Core 22 ist es dann endlich soweit. Mr. Gahan himself, zum Zweiten in der Schweiz 2003. Diesmal mit leicht veränderter Setliste, die Location ein wenig grösser und die Akustic besser, rockt sich Dave Gahan durch seine Songs und vorallem durch die vielen von Martin geschriebenen DM Klassiker. Zur Überraschung das Useless von der Ultra, Dream On sowie Policy of Truth als weitere Option zum Zürcher Konzert im Frühling. Die letzte halbe Stunde ist dann prall gefüllt mit den Evergreens I Feel You, Never let me down again mit dem in 101- Manier gewohntem Händeschwenken. Ein Höhepunkt ganz am Schluss, fast unplugged, Enjoy the Silence mit einer Strophe von Just can`t get enough. 22:45 Uhr; das war`s, the voice of Depeche Mode solo hat mich 2003 positiv überrascht mit seinem Album und seiner Tour. 2 Jahre nach dem Ende der Exciter Tour und jetzt wo sich die Soloprojekte der Herren Gahan, Gore und Fletcher dem Ende neigen warte ich gespannt auf das Nächste und das kann hoffentlich nur Depeche Mode sein.

Thomas Fink

depechemode.ch